Sonstiges

Auf dieser Seite möchte ich einfach ein paar allgemeine Tipps, Tricks und Anregungen für einen Backpackertripp quer durch Thailand loswerden.

Mücken: Diese Tierchen gibt es in Thailand leider in Massen. U.a. darum sollte man sich vor der Abreise alle nötigen Impfungen holen, die einem der Tropenmediziner seines Vertrauens empfiehlt.
Im Land selbst sollte man immer ausreichend Mückenschutzmittel dabei haben. Ich persönlich hatte zu Beginn das in Deutschland als das non plus ultra geltende Mittel 'No Bite' dabei... leider war der Name nicht Programm. Darum bin ich sehr schnell auf das thailändische Mückenschutzmittel umgestiegen und kann dies auch nur jedem empfehlen.
Es ist von der Marke 'Soffel' und es gibt das Mittel als Spray und Creme. Ich habe immer letztere benutzt, da ich es angenehmer finde mich einzucremen als vollzusprühen.
Es gibt drei verschiedenen Geruchsrichtungen, welche alle sehr gut riechen (noch ein
Vorteil gegenüber No Bite) und auch alle super gut schützen! Wenn man sich morgens und abends nach dem Duschen sorgfältig damit einschmiert vermeidet man meiner Erfahrung nach die meisten Stiche. Leider sind die Mittel nur in sehr kleinen Packungen zu erhalten aber zum Glück findet man sie überall und so kann man sich jederzeit neu eindecken. Eine Flasche hat bei mir meist für zwei Tage, sprich 3 - 4 mal Eincremen gereicht. Ist leider eine große Plastikverschwendung aber man wird tatsächlich nicht gestochen.
Das gleiche Mittel habe ich z.B. auch bei meinem drei Wochen Vietnam-Urlaub benutzt und habe meine einzigen drei Stiche im ganzen Urlaub nur in den Zeiten bekommen in denen ich nicht damit eingeschmiert war.
Eingecremt sollte man mit Mückenschutz auch tatsächlich den ganzen Tag sein, denn die Mücken, die Dengue-Fieber übertragen, fliegen und stechen auch tagsüber.
Ist zwar Morgens immer etwas nervig, da man erst warten muss bis die Sonnencreme eingezogen ist um sich dann noch einmal komplett mit Mückenschutz einzucremen aber wie gesagt, es ist es wert.

Geld: In Thailand bezahlt man in Baht. Der Wechselkurs ändert sich öfter mal, darum schaut man den am besten kurz vor dem Urlaub nochmal nach oder - vor allem für die, die im Kopfrechnen nicht die schnellsten sind - man lädt sich einfach eine Währungsumrechner-App für die Zeit der Reise auf sein Handy.
Generell gilt aber, dass Thailand ein sehr günstiges Land ist, sogar in den sehr touristischen Gebieten. Will man dennoch etwas auf sein Geld achten kann man versuchen in nicht so touristische Gegenden zu kommen. Außerdem sollte man Restaurants mit europäischem Essen meiden. Die sind immer überteuert. Und da Thai-Essen sowieso, meiner Meinung nach, das beste Essen der Welt ist sollte man jede Gelegenheit nutzen um es kosten zu können!

Gesundheitssystem: Darauf möchte ich gar nicht groß eingehen, weil ich davon zum Glück nicht viel mitbekommen habe. Mit einer anständigen Auslandskrankenversicherung, den nötigen Impfungen vorab, einem Malaria Prophylaxe Set und ein bisschen gesundem Menschenverstand kann einem aber in Thailand nichts dramatisches passieren. Vor allen in den touristischen Orten sind die Verbindungen zu den nächsten Krankenhäusern meist sehr gut geregelt und die Freiwilligen meiner Gruppe, die ins Krankenhaus mussten sind alle gesund wieder rausgekommen.

Essen: Über das thailändische Essen könnte man einen komplett eigenen Blog verfassen, aber ich versuche mich kurz zu fassen. Die Küche des Landes ist sehr Reis, Knoblauch und Schärfe lastig. Die Schärfe kann man umgehen indem man direkt Gerichte bestellt, welche nicht scharf (auf Thai: mai phed [ไม่เผ็ด])  sind. Die Bekanntesten sind folgende:
  • Kao Phad = gebratener Reis mit Gemüse
    Oft auch mit Hähnchen (Gai), Rind (Nuea), Schwein (Mu) oder Garnelen (Gung)
Kao Phad
  • Phad Thai = Reisnudelgericht mit Tamarindensauce, Erdnüssen, Ei und Sojabohnen
    Wird meist mit kleinen Garnelen serviert, geht aber auch mit anderem Fleisch
    Phad Thai
  • Phad Priew Wan = Gemüse süß sauer mit Reis
    Dieses Gericht kenne ich tatsächlich nur ohne Fleisch
  • Phad Phak = Gemüsepfanne mit Reis
    Auch dieses Gericht kenne ich nur ohne Fleisch... passt vermutlich auch besser, da 'Phak' Gemüse heißt und das Gericht somit ja schon einen vegetarischen Namen trägt
Jedes dieser Gerichte ist ein wahrer Gaumenschmaus.
Wenn man Schärfe verträgt kann ich einem nur wärmstens die thailändischen Currys (Gaeng) ans Herz legen:
  • Gaeng Kiawaan = grünes Curry und eines meiner Lieblingsgerichte
  • Gaeng Phed = rotes Curry
Diese beiden sind die Currys, die mir am häufigsten begegnet sind. Beide sind recht scharf aber unglaublich lecker. Es gibt noch andere Currys wie z.B. Gaeng Kari (gelbes Curry) oder Gaeng Panaeng (anderes rotes Curry) diese sind mir in meinem Jahr jedoch nicht so häufig untergekommen. Vermutlich liegt das daran, dass ich im Nordosten (Isan) gewohnt habe und Currys vermehrt im Süden gegessen werden. Aber jedes Curry in Thailand ist immer eine gute Wahl!

Wenn man sich an einigen, z.T. sehr scharfen, Klassikern der Küche probieren will wären dies meiner Ansicht nach vor allem folgende:
  • Som Tam = unendlich scharfer Salat aus unreifer Papaya, Chilis und Krebsen oder Fischen. Im Isan vergeht kein Tag ohne dieses Gericht. Wenn man es schafft einen 'nur ein bisschen scharfen' (auf Thai: phed nidnoi [เผ็ดนิดหน่อย]) Som Tam zubereitet zu bekommen ist er aber seine Bestellung wert. Denn wenn die Zunge nicht völlig in Flammen steht schmeckt man wie gut diese für uns so ungewöhnliche Kombination schmeckt!
  • TomYam bzw. TomYam Gung = sauer-scharfe Suppe mit Gemüse und i.d.R. Garnelen (Gung). Mir ist sie sowohl zu sauer als auch zu scharf, aber definitiv ein sehr populäres und unter den Thais sehr beliebtes Gericht
  • Laab = gehacktes Fleisch mit ganz vielen Kräutern und Chili. Im Prinzip eine Art Fleischsalat. Ich habe es meist mit Schweinefleisch gesehen/gekostet. Ist sehr sehr würzig. Meiner Ansicht nach lecker, aber für eine ganze Mahlzeit zu geschmacksintensiv.
  • Phad Krapao = gehacktes (Schweine)Fleisch mit Knoblauch, Chili und Thai-Basilikum. Sehr lecker!
  • Yam Wun Sen = sehr scharfer, süß-saurer Glasnudelsalat mit Schweinehack und Garnelen. Wurde mir im Isan so gut wie nie aufgetischt ist aber im Norden ein sehr typisches Gericht. Dort ist dagegen der Som Tam nicht so oft auf dem Tisch wie im Isan.
  • Phad Gratiam Prik Thai = Fleisch mit Knoblauch und Pfeffer. Super lecker! Ist nicht unbedingt ein wahrer Klassiker aber auf den meisten Speisekarten zu finden.
  • Sticky rice = Klebereise der mit den Händen gegessen wird. Ist geschmacklich vielleicht nicht so besonders aber im Isan wird dieser Reis zu fast jeder Mahlzeit gereicht. Außerdem macht es Spaß, Reis mit den Händen zu essen.
  • Currys, Kao Phad und Phad Thai fallen definitiv auch unter Klassiker 
    Sticky rice mit Papaya und Fleisch - lecker!
Mir ist beim schreiben dieser Liste nochmal aufgefallen wie stark verschiedene Esskulturen die verschiedenen Regionen Thailands doch haben. Meine Empfehlungen sind auf jeden Fall sehr stark von dem im Nordosten bzw. Osten gegessenen Essen geprägt... und von meinem Geschmack natürlich. ;)

Und dann gibt es da natürlich noch die ganzen Früchte! Mango, Papaya, Ananas, Guave, Longan, Mangostane, Maracuja, Drachenfrucht, Rambutan, Wassermelone ... da läuft mir alleine schon beim aufzählen das Wasser im Mund zusammen!
Stand mit geschnittenen Früchten für wenig Geld
Nur die Durian sollte man alleine schon des Geruchs wegen mit Vorsicht genießen.. aber das merkt man einige Meter von der Frucht entfernt schon ganz von alleine.
Durian-Stand
Außerdem gibt es köstliches Kokosnusseis, serviert in Kokosnüssen oder alternativ auch mal in einem Hotdog Brötchen...erstaunlicherweise ist beides sehr lecker.
Und natürlich die gebratenen Insekten. Selbst probiert habe ich Maden, Bienen und Heuschrecken. Die letzteren beiden fand ich etwas merkwürdig aber die kleinen Maden die auf vielen Märkten in kleine Snacktütchen für auf die Hand verkauft werden sind einen Versuch wert! Schmecken sogar erstaunlich knusprig und irgendwie nach Bohne.
Insekten zum Snacken auf einem Markt
Zuletzt möchte ich nur noch auf zwei weitere meiner absoluten Lieblingsgerichte eingehen: Frühlings- und Sommerrollen.
Die Frühlingsrollen werden in Thailand oder zumindest im Isan, anders als man es sonst kennt, vor dem Verkauf in mundgerechte Stücke geschnitten und abgepackt. Dazu bekommt man eine Tüte mit Salat und anderen Blättern. Darin wickelt man die Stücke ein und dippt sie in die zugehörige Sauce...köstlich! Die gleiche Sauce ist auch bei den Sommerrollen dabei und eine der besten Saucen die ich kenne!
Frühlings- & Sommerrollen, Papaya, Mango
und ein paar andere Snacks vom Markt

Trinken: Um all die ausgeschwitzte Flüssigkeit in Thailand wieder zu sich zu nehmen gibt es ganz viele Alternativen zu Wasser.
Auch in Thailand wird z.B. sehr viel Kaffee und Tee getrunken... jedoch werden diese Getränke auf Eis serviert oder sogar zu einer Frappe-Smoothie-Konsistenz pürriert.
Die meisten Kaffee/Tee-Stände bieten folgendes Sortiment:
  • Milchkaffee
  • Mocca
  • Grüner Tee
  • 'Tee mit Milch' = orangefarbener aromatisierter Schwarztee mit Milch 
Natürlich bieten Cafes noch ein weit größeres Sortiment, aber das sind die Getränke, die
Logo vom Café Amazon
man meiner Erfahrung nach sogar an den kleinsten Straßenständen findet. Dort gibt es die Getränke dann meist nur mit Eiswürfeln und die Tees sind z.T. nicht aufgebrüht sondern aus Geschmackspulvern zusammengerührt. Damit man nicht am Ende solch einen Tee in der Hand hat kann ich die Café-Kette 'Café Amazon' empfehlen. Diese Cafés bieten auf alle Fälle die vier von mir aufgelisteten Getränke und sie schmecken zum reinknien lecker! Vor allem die beiden Tees sind meine absoluten Getränke-Favoriten.
In diesen Cafés werden drei Zubereitungsarten angeboten. Die erste und günstigste auf der Liste ist die heiße Zubereitung, sprich so wie wir auch in Deutschland unseren Kaffee trinken. Aber bei dem thailändischen Wetter geht man lieber schnell zur zweiten Form über: kalt. Dabei werden einfach ganz viele Eiswürfel in den to-Go-Becher gekippt und das heiße Getränk darauf geschüttet.
Das tolle an dieser Café-Kette ist nun, dass sie noch eine dritte Zubereitungsform anbietet, die bei Weitem nicht alle Cafés anbieten. Nämlich die, bei der der Misch aus Eiswürfeln und Getränk zu einer cremigen Smoothie-artigen Masse vermixt wird. So kann man sofort das ganze Getränk trinken ohne auf schmelzende Eiswürfel zu warten. Mir haben meine Tees so immer am besten geschmeckt.
... ein bisschen zu viele Worte um im Endeffekt nur ein Café und Tees zu empfehlen aber vielleicht merkt man auch daran, wie begeistert ich davon bin.
Grüner Tee & schwarzer Tee (mit & ohne Milch)

Ein paar Verhaltensregeln im Hinblick auf Kultur und Religion, die man meiner Ansicht nach während seines Urlaubs befolgen sollte, findet man in meinen Reistipps unter 'DON'Ts'.

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