Dos


Bangkok
Die meisten starten und beenden ihren Thailandurlaub in der Hauptstadt. Da man nach einem 11 Stunden Flug meist nur noch sein Gepäck möglichst schnell im Hostel abliefern will macht es Sinn im Vorhinein ein Hostel zu buchen, sodass man eine Adresse hat, welche man dem Taxifahrer nennen kann. Ansonsten ist es in BKK in der Regel nicht notwendig ein Hostel vorab zu buchen, da man in der Nähe der Khaosan Road (Bangkoks Partymeile) eigentlich immer ein Bett findet und dort auch generell gut angebunden ist.
Ansehen sollte man sich in BKK meiner Meinung nach folgende Dinge: 
  • Die Khaosan Road. Um die kommt man als Backpacker sowieso nicht drumherum und nachts ist sie ein Feuerwerk aus lauter Musik, billigem Alkohol, Ausländern und Essensständen mit allen möglichen Geschmacks- und Ekel-Erlebnissen. Aber auch tagsüber sind in und um sie herum viele spannende Straßenstände zu finden. 
  • Den Wat Pho, ein Tempel mit einer sehr bekannten riesigen liegenden Buddha Statue. Direkt daneben befindet sich der Grand Palace welcher wohl auch eine Besichtigung wert sein soll. Ich habe mir jedoch lieber mehr Zeit für den Wat Pho genommen welcher von der Architektur ähnlich sein soll. 






  • Unmittelbar gegenüber dem Wat Pho auf der anderen Flussseite liegt der Wat Arun, der Tempel der Morgenröte. Ich habe ihn damals nur mit Baugerüst gesehen und er ist deutlich kleiner als der Wat Pho aber ebenfalls einen Besuch wert.




  • Den Golden Mountain Temple. Einer meiner Lieblingsort in BKK und eine kleine grüne Oase der Ruhe in dem ganzen Trubel mit einer tollen Aussicht über die Stadt.

  • Der Wat Sai Floating Market ist bestimmt nicht der bekannteste Floating Market in und um BKK aber der einzige den ich von dem großen Floating-Markt-Angebot in der Gegend wahrgenommen habe und einer der authentischsten den ich in meinem Jahr gesehen habe. Die Tour selbst geht nicht nur über den Markt, sondern auch durch das angrenzende Dorf und ist auf alle Fälle einen Trip wert.



  • Der Chatuchak Weekend Markt ist der größte Markt Thailands und ein absolutes Muss an einem Bangkoker Wochenende. Dort gibt es Nichts was es nicht gibt.
  • In der Nähe des Marktes ist auch der große Mo Chit Bus Terminal und somit ein Dreh und Angelpunkt für alle Weiterreisen von und nach Bangkok
Ayutthaya
Meine Lieblingsstadt in Thailand. Die ehemalige Hauptstadt liegt nur 1,5 Stunden nördlich von BKK und ist das reinste Museum. Wo man steht und geht sieht man alte Tempel, Mönchs- und Buddha-Statuen mit abgeschlagenen Köpfen und andere Relikte aus einer Zeit als Thailand von den Burmesen belagert wurde und bevor Bangkok die Hauptstadt wurde. Es lohnt sich, sich einfach ein Fahrrad und zwei Tage Zeit zu schnappen, um die Stadt auf eigene Faust zu entdecken. Zwei Tempel (Wat) darf man dabei nicht auslassen:
  • Der Wat Chai Watthanarm ist in den meisten vermutlich auf Bildern oder Postkarten schon einmal begegnet. Er ist zwar mittlerweile eher eine Ruine und alle Statuen sind kopflos aber gerade das verleiht dem ganzen noch einen besonderen Charme.





  • Der Wat Mahathat weist ebenfalls nur noch Statuen ohne Köpfe auf, aber auch er hat einen ganz besonderen Charme und ist wunderschön anzusehen. Dort befindet sich auch wieder ein beliebtes Postkarten Motiv: Der in den Wurzeln verwachsene steinerne Mönchskopf.





Die Stadt hat außerdem einen süßen Nachtmarkt, von dem ich den Namen und die Tage an denen er stattfindet jedoch nicht kenne. Am besten informiert man sich einfach in seinem Hostel, da wird einem sowieso meist sehr gut weitergeholfen und man bekommt immer gute (Insider)Tipps für die jeweilige Stadt.
Ayutthaya ist für mich eine der wenigen Städte, die sich ihren ehemaligen Glanz erhalten konnte und ist ein Museum und Kunstwerk an sich. Sogar die Straßenschilder und -laternen sehen einfach nur wunderschön aus. Vielleicht romantisiere ich die Stadt im Nachhinein auch etwas zu stark, aber mich hat sie damals umgehauen und ich glaube niemand wird es bereuen sich die Zeit zu nehmen diese Stadt zu erkunden.






Es gibt auch einen kleinen Floating-Market,
welcher jedoch nicht sonderlich authentisch ist
Der Norden
Dieser Teil der Empfehlung sieht bei mir leider immer etwas schwammig aus, aber trotzdem möchte ich euch Thailands Norden wärmstens ans Herz legen. Er ist von der Landschaft vollkommen anders als die anderen Teile des Landes (welche sich natürlich auch alle voneinander unterscheiden) und ein wahres Naturspektakel.
Ich selbst war im Norden in den Städten Chiang Mai und Nan. Um erste kommt man auf einem Trip in den Norden sowieso nicht drum herum, da alle Bus- und Zugverbindungen dort halten bzw. enden. Um letztere kann man nur drumherum kommen, da das Städtchen meines Wissens nach nicht einmal ein Hotel besitzt.
Dann kommt hinzu, dass ich zu einer ganz besonderen Zeit in Chiang Mai war… nämlich, als die Stadt im Ausnahmezustand war. Das passiert einmal im Jahr um den 14. April rum zum thailändischen Neujahr (Songkran). Wenn man sich in dieser Zeit im Land aufhält ist Chiang Mai aber sowieso ‚the place to be‘ da dort das Neujahr am größten gefeiert wird und sich die Stadt drei Tage lang in eine riesengroße Wasserschlacht verwandelt.
Der Nachteil für meine Reisetipps ist jedoch, dass ich Chiang Mai nur so erlebt habe und darum schlecht sagen kann wie die Stadt eigentlich aussieht und ob sie selbst mehrere Tage Aufenthalt wert ist. Was ich aber auf alle Fälle sagen kann ist, dass der Norden wunder-wunder-wunderschön ist. Er ist bergig. Er ist kühler. Er ist einen Besuch wert.
Wie gesagt, um Chiang Mai kommt man auf seinem Trip in den Norden nicht drumherum. Die meisten Backpacker verschlägt es dann nach Pai, Chiang Rai und/oder zum goldenen Dreieck. Pai ist ein kleiner Backpacker-Ort, von dem ich jeden Menschen, der dort war, nur in den höchsten Tönen schwärmen höre. In Chiang Rai gibt es einen sehr bekannten weißen Tempel, der auch auf jeden Fall einen Besuch wert sein soll. Beide Orte stehen bei meiner nächsten Thailandreise ganz oben auf meiner To-Do-Liste.
Von dem goldenen Dreieck wurde mir bisher von allen nur abgeraten. Dort stoßen halt drei Länder aneinander aber so besonders soll das wohl nicht sein und da ich das sehr einleuchtend finde war ich selbst nicht dort.
Canyon im Norden




Songkran in Chiang Mai




Der Süden
Noch so eins meiner etwas schwammig aussehenden Empfehlungs-Gebiete. Die meisten Backpacker interessieren sich im südlichen Zipfel Thailands jedoch verständlicherweise vor allem für die Inseln. Dort war ich auf genau einer: Phuket. Und von der rate ich ab (dazu mehr in den DON’Ts). Leider ist Phuket wieder einer dieser Dreh- und Angelpunkte für Reisen in den Süden. Vor allem zu den westlich gelegenen Inseln Thailands.
Von Phuket aus habe ich jedoch damals eine eintägige Bootstour nach Koh Phi Phi gemacht. Ein Traum. Weiße Sandstrände, türkisblaues Wasser, steil aufragende begrünte Felsen überall um einen herum und unter einem schwimmen Fische. Übernachtet habe ich wie gesagt auf Koh Phi Phi nicht, kenne aber viele die das getan haben und sehr angetan von der Insel waren.







 Die größten Lobeshymnen habe ich jedoch bisher über Koh Lanta gehört, eine Insel die noch etwas weiter südlich liegt. Zwischen Phuket und Koh Phi Phi liegen noch Koh Yao Yai und Koh Yao Noi welche mir auch schon oft empfohlen worden sind, jedoch meinte eine meiner Thailand-Mitfreiwilligen, dass es dort nicht ganz so viele Hostels und Backpacker-Angebote gibt wie auf anderen Inseln. Die Koh Yao’s wären wohl eher für etwas ruhiger Reisende oder Familien besser.
Und dann sind da natürlich noch Koh Tao, Koh Samui und Koh Pha-ngan auf der östlichen Seite des „Zipfels“. Alle drei werden mir immer wieder empfohlen, eine soll schöner sein als die andere. Auf Koh Pha-ngan verschlägt es aber am Ende doch die meisten wegen ihren berühmten Fullmoon, Halfmoon u.ä. Partys. Diese so wie die Insel im Allgemeinen sollen alle einen Besuch wert sein. Leider wurde mein Besuch auf dieser Insel jedoch damals über den Haufen geworfen, da ich früher als geplant in mein Projekt zurückmusste und darum von den südlichen Inseln nur Phuket sehen konnte. Darum bestehen genau die Tipps, die alle am dringlichsten haben wollen bei mir nur aus Hörensagen.
Ich habe zwar noch einige schöne Orte und Strände auf dem südlichen Festland gesehen, jedoch schätze ich, dass es die meisten Backpacker nun einmal auf die Inseln zieht und da bin ich mit meinen Tipps keine große Hilfe… zumindest nicht bei den ‚DOs‘.
Ich schätze jedoch man macht mit keiner der genannten Inseln etwas falsch und wird überall auf seine Kosten kommen.
Südliches Festland


Koh Chang
Ein weiterer Grund weswegen ich wenige der südlichen Inseln gesehen habe ist der, dass ich stattdessen länger auf Koh Chang war. Die Insel ist die zweitgrößte Insel des Landes (nach Phuket) aber durch die eher abseits der anderen Inseln gelegenen Lage im Osten an der Grenze zu Kambodscha ist diese Insel noch nicht so touristisch überfüllt. Außerdem verstreuen sich die Touristen über eine größere Fläche als auf den kleineren südlicheren Inseln. Die gesamte Insel ist ein Nationalpark, weswegen es nur eine Straße um die Insel herum aber keine bzw. kaum Straßen ins Innere der Insel gibt. Dort gelangt man jedoch mit den zahllosen Wanderungen hin. Diese Wanderungen werden in so ziemlich jeder Unterkunft der Insel angeboten und decken alle Geschmäcker ab. Von Abenteuer-Dschungelentdeckungen über Wasserfallduschen bis hin zu Wanderungen auf den Spuren der Tiere des Urwalds.
Ein paar Meter vom Strand und hinter den Hostels entfernt befindet man sich schon mitten in diesem grünen Erlebnis. Getrennt werden die Bereiche nur durch eine Straße, die von Stromleitungen überspannt wird, auf denen man immer turnende Affen finden kann. Generell ist die Insel reich an Tieren, Pflanzen, Geräuschen und Gerüchen, die man in den sonst meist stärker bebauten und besuchten Bereichen Thailands so nicht findet.
Ich habe auf der Insel eine Dschungelwanderung gemacht, die mich überwältigt hat. Da bekommt man genau das wofür man bezahlt: Eine Wanderung über Stock und Stein, Blatt und Tarantelhöhle, Baumstamm und Wasserfall. Ein wahres Abenteuer.
Kann sein dass die Strände dieser Insel nicht ganz so weiß sind und das Wasser nicht so türkis wie bei den stärker besuchten Inseln, aber die ganzen Vorteile die sich einem eröffnen wenn man sich die Zeit nimmt auf diese Insel zu fahren machen das auf alle Fälle wett.
Außerdem befindet sich direkt unter Koh Chang die Insel Koh Kut, auf welcher ‚Türkisch für Anfänger‘ gedreht wurde. Und wer den Film kennt dem muss ich die Schönheit der Natur in dieser Gegend nicht beschreiben. :D

Tarantel





Unter Stock und über Stein







Auf den Spuren der Affen

Snake Fruit & unser toller Tourguide
Unser Backpacker Resort
Strand direkt hinter dem Resort


Fähre von und nach Koh Chang

Das wär‘s dann mit meinen Tipps derer Orte, die man auf seiner Thailand-Reise nicht auslassen sollte und welche ich (in den meisten Fällen) auch selbst besucht habe. Natürlich gibt es in diesem wunderschönen Land noch weit mehr zu entdecken und sehen als ich jetzt hier aufgelistet habe. Ich selbst habe ja den Großteil meines Jahres im ‚Isan‘, dem Nordosten Thailands, verbracht welcher auch wunderschön ist. Für Touristen jedoch vermutlich nicht der ansprechendste und bei weitem nicht der leicht zu bereisendste Bereich Thailands. Allein schon aufgrund der dort immer stärker werdenden Sprachbarriere.
Und dann wäre da natürlich auch noch der Westen. Auch dort gibt es viele spannende Städte und ganz viele Nationalparks, welche alle super schön sein sollen. Jedoch weiß ich über den Westen wenig, war selbst nicht dort und die meisten Backpacker haben auch nicht unbedingt die Zeit und/oder Motivation Hotspots auszulassen, um dort vorbei zu schauen. Wert ist der Bereich es aber sicher alle Male!
Egal für welche Orte man sich entscheidet und wie viel Zeit man mitbringt, man kann leider nicht alles sehen und wird aber ganz sicher auf seine Kosten kommen. Den Rest muss man sich dann halt für seine erneuten Reisen nach Thailand aufheben. ;)


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